Aus einer Eiche einen Elefanten machen

Eine Reise durch die Werkstatt

Einsägen | Die Hölzer stammen entweder aus dem eigenen Garten oder sind Geschenke von Freunden und Bekannten. Die Stämme werden mit einem kleinen mobilem Sägewerk eingesägt und gelagert, bis die richtige Holzfeuchte erreicht ist, was mehrere Jahre dauert. Zusätzlich liefert ein regionales Sägewerk am Brombachsee im Fränkischen Seenland.

 


Prüfen | Nach Lagerung und Prüfung der Holzfeuchte kommen die Bretter in die Werkstatt. Sie sind sägerauh und in diesem Fall besäumt, d. h. die Baumkante ist bereits abgeschnitten. Jetzt wird auf die Richtung der Jahrringe, Äste oder andere Fehlstellen geachtet und die Abschnitte angezeichnet.

 


Aufschneiden | Die Bretter werden auf der Kreissäge grob auf Breite und Länge geschnitten. Dabei gibt man einige Millmeter Materialzugabe für das spätere Hobeln.

 


Abrichten | Da sich das Holz im Trocknungsprozess verzieht, wird es abgerichtet, dies erfolgt auf zwei Seiten, die dann zueinander einen rechten Winkel bilden. Die dazugehörige Maschine nennt man Abrichte.

 


Dickenhobeln | Die beiden, nach dem Abrichten verbliebenen sägerauhen Flächen werden durch die Dickenhobelmaschine geschoben. Dadurch erhält man ein allseitig gehobeltes Brett.

 


Auftrennen | Da das Brett für den Elefanten noch zu stark ist, wird es an der Bandsäge aufgetrennt. Danach wird es in der Dickenhobelmaschine auf die endgültige Materialstärke gehobelt.

 


Ausschneiden | Das Elefantengesicht wird mit einer Schablone aufgezeichnet und an der Dekupiersäge ausgeschnitten. Die Dekupiersäge ist im Grunde eine Laubsäge in Maschinenform. Sie erzeugt eine saubere Schnittkante und ermöglicht auch das Sägen kleinster Radien.

 


Bohren | Auge und Dübellöcher für die Befestigung werden an der Ständerbohrmaschine gebohrt. Ebenso die notwendigen Löcher der Keilleisten zur Befestigung.

 


Schleifen | Gehört nicht zu des Schreiners liebsten Arbeiten und hat deswegen zu einer erhöhten Dichte an Schleifmaschinen in meiner Werkstatt geführt. Insgesamt wird mit drei unterschiedlichen Körnungen gearbeitet. Die Kanten brechen und der letzte Flächenschliff erfolgt dann aber doch von Hand.

 


Leimen | Konzentrierte Stille herrscht wohl in jeder Werkstatt, wenn es ans Leimen geht. Zulagen, Zwingen, Leimmenge und Druckverteilung müssen passen und dann heißt es schnell sein, bevor der Leim anzieht.

 


Wachsen | Im Falle des Elefanten wird das Holz nur gewachst und nicht geölt, da ein Wachsauftrag die ursprüngliche Farbe des Holzes am wenigsten verändert.

 


Freuen | Garantiert jedes Mal wieder aufs Neue.